Wie viel Taschengeld fürs Kind?

Hier hilft die Taschengeldtabelle weiter. Diese gibt Eltern eine ungefähre Orientierung. Denn in welcher Höhe man seinen Kindern Taschengeld überlässt, hängt von ihrem Alter und vom Einkommen der Eltern ab.

1. Wie viel Taschengeld ist angemessen?

Wie viel Geld haben wir zur Verfügung? Was können wir entbehren? Diese wichtigen Fragen müssen im Vorfeld geklärt werden. Denn für geringverdienende Familien sind bereits ein paar Euro pro Kind viel Geld. Gerade wenn wenig da ist, lernen Kinder zu schätzen, was sie ausgeben dürfen. Entsprechend der Empfehlung des Deutschen Jugendinstitutes ergeben sich folgende Höhen für das Taschengeld:

Diese Taschengeldempfehlung ist eine Orientierung, die auch das Bundesministerium für Familien in seinen Veröffentlichungen nutzt.

Die Höhe des Taschengeldes ändert sich in der Regel einmal pro Jahr: Setzen Sie sich zusammen und diskutieren Sie gemeinsam über die Höhe. Lassen Sie die Kinder an Ihrer Argumentation teilhaben. So fühlen sie sich wertgeschätzt und lernen die sozialen Strukturen innerhalb der Familie zu verstehen.

Bis zum Alter von neun, zehn Jahren macht ein wöchentliches Taschengeld mehr Sinn als ein monatliches. In diesem Alter wird das Geld eher für Kleinigkeiten genutzt und die Kinder sind noch nicht in der Lage, den Zeitraum von einem Monat zu überblicken. Dennoch: Schon kleinere Kinder lernen mit Hilfe des Taschengeldes, eigene Entscheidungen zu treffen und entwickeln so ein Gefühl für Geld und seinen Wert.

Ab zehn Jahren könne Kinder bereits ein bisschen besser haushalten und sich ihr Taschengeld selbstständig einteilen. Das Taschengeld hilft ihnen, auf eigene Wünsche zu sparen – und das unabhängig von ihren Eltern. So lernen sie Preise zu vergleichen, Prioritäten abzuwägen – und üben ganz nebenbei auch noch Mathe.

2. Das sollten Sie beachten:

  1. Das Taschengeld sollte unaufgefordert und regelmäßig auszahlt werden. Erst wöchentlich und später monatlich.
  2. Taschengeld ist zur freien Verfügung da. Nur so kann das Kind Selbstständigkeit lernen, autonomer werden und eigene Erfahrungen machen.
  3. Eine Bestrafung mit Taschengeldentzug ist nicht sinnvoll, denn so gerät das Kind erneut in eine Abhängigkeit, aus der es mit Hilfe des Taschengeldes lernen soll herauszutreten.
  4. Aus diesem Grund ist es auch kontraproduktiv, dem Kind Haushaltsaufgaben aufzubürden, damit es sein Taschengeld erhält. Denn Taschengeld ist bedingungslos, genauso wie die Liebe zu unseren Kindern.
„Münchner Kindl”
Unser Girokonto für junge Leute
1300 600 Münchner Bank eG
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